• srtechnics1xIn der SWISS Maintenance Werft
Zwanzig Leute reisten am 16. August mit dem Zug zum Flughafen Zürich. Speziell war, dass niemand Gepäck dabei hatte, und dass wir zur «Ankunft» mussten, ohne jemanden abzuholen...

Dort erwartete uns Emil, ein pensionierter Mitarbeiter der SR Technics. Wir wurden mit Batches und Warnwesten ausgerüstet, und mussten uns der Gepäckkontrolle unterziehen.

Mit einem Transferbus fuhren wir an abgestellten Maschinen vorbei, während uns Emil die Unterschiede der Flugzeugtypen erklärte. So gibt es zum Beispiel den gleichen Airbustyp mit einem oder zwei Notausgängen, abhängig von der Gesellschaft und der Bestuhlung. Dann standen wir vor den riesigen Toren der Werft 3, welche von SWISS Maintenance betrieben wird.

Nachdem wir einen startenden A380 beim Abflug beobachtet hatten, gings in die Triebwerk Werkstatt. Da stehen und hängen Triebwerkskomponenten, welche revidiert oder gewartet werden. Unendlich viele Rohre, Schrauben und Teile sind auf Gestellen gelagert. Die Mechaniker scheinen nicht gestresst zu sein, was ja bei dieser verantwortungsvollen Arbeit nur von Vorteil ist. Im Triebwerk-Prüfstand sehen wir, dass die Motoren mit nur vier Schrauben unter dem Flügel befestigt werden.

Eindrücklich war auch der Gang durch die Werfthallen. Da werden längere oder kürzere Checks zwischen zwei Flügen gemacht. Wir erfahren, dass auf Langstreckenflügen im Frachtraum ein Schlafcontainer montiert wird, wo die Besatzung schlafen kann. Und in einer Ecke der Halle wird zur Zeit die berühmte Super-Constellation restauriert. An einem Modell erklärt uns Emil die Funktionsweise eines Triebwerkes, und wir staunen, dass ein Flugzeug-Motor 50'000 Stunden und mehr läuft, während ein Automotor spätestens nach 10'000 Stunden entsorgt wird! Wir sind beeindruckt, wie aufwändig der Flugzeugunterhalt ist. Und fragen uns, wie dabei die Rechnung bei Ticketpreisen von 50 Franken nach London aufgehen soll!

Edi Sulzer, Vizepräsident Seniorenrat

  • Vor der berühmten «Super-Connie»Vor der berühmten «Super-Connie»
  • Die Gruppe nach der TourDie Gruppe nach der Tour