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Am Freitag, 25. Februar 2022 fand im Rathaussaal Brugg ein höchst spannender Vortrag von Bezirksgerichtspräsident Sandro Rossi statt. Was er in der kurzweiligen Stunde erzählte, war für die meisten Anwesenden unbekannt und gewährte einen interessanten Einblick in die Arbeit des Bezirksgerichtes.

 

 

Gleich zu Beginn stellte Sandro Rossi die Frage "Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Gericht denken?". Die meisten Antworten hatten mit dem Strafrecht zu tun. Sandro Rossi klärte dann aber auf, dass dies nur ein kleiner Teil ihrer Arbeit sei. Weitaus mehr Fälle ergäben sich in den Bereichen Zivilrecht und KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde). Das Strafrecht sei aber in den Medien präsenter, weil diese Verhandlungen - im Gegensatz zu Zivilrecht und KESB - öffentlich sind.

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Er erläuterte dann auch die Funktionen und den nötigen beruflichen Hintergrund von Friedensrichtern, Bezirksrichtern und Bezirksgerichtspräsidenten. Sehr überraschend war, wie viele Personen, nebst den Richtern, in die Gerichtsarbeit involviert sind.
Auch die Themen Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung wurden angesprochen. Anhand der vielen Fragen war ersichtlich, dass hier noch viel Unklarheit vorhanden ist.

Zum Schluss gab er den Zuhörerinnen und Zuhörern einen Rat mit auf den Weg: Wer wegen einer Sache vor Gericht gehen will, sollte das nie ohne Unterstützung eines Anwalts tun. Die Gefahr, einen Formfehler zu machen und deshalb einen Prozess zu verlieren, obwohl man eigentlich im Recht wäre, sei einfach viel zu gross.

Roland Leupi, Präsident Seniorenrat Brugg